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Neue Broschüre „Waldbilder aus Wildwäldern“

20. März 2023/in Allgemein/von Andreas Kinser

In unserem Wald der Zukunft sollen verschiedene Laubbaumarten in unterschiedlichen Altersstadien wachsen. Denn arten- und strukturreiche Mischwälder sind besonders widerstandsfähig gegen Stürme und den Borkenkäfer. Und sie können sich klimatischen Veränderungen besser anpassen als eintönige Nadelwälder. Damit unser Wald der Zukunft möglichst schnell Realität wird, fordern viele Förster und Waldbesitzer vor allem eines – den zahlreichen Abschuss von Rehen und Hirschen. Denn diese ernähren sich unter anderem von  jungen Baumtrieben und gelten vielen Menschen darum als Schädlinge. Um die Jagd zu intensivieren, sollen Schonzeiten verkürzt und Jagdreviere verkleinert werden. Zum Tag des Waldes am 21. März 2023 hat die Deutsche Wildtier Stiftung gemeinsam mit dem Fachbuchautor Burkhard Stöcker die Broschüre „Waldbilder aus Wildwäldern“ veröffentlicht. Sie zeigt, dass zukunftsfähige Wälder auch dort wachsen können, wo bewusst Rücksicht auf große Wildtiere genommen wird.

„In unserer neuen Veröffentlichung stellen wir neun Forstbetriebe zwischen dem Stettiner Haff im Norden und den Hohen Tauern im Süden vor, in denen unter ganz unterschiedlichen Bedingungen und aus unterschiedlichen Interessen Forstwirtschaft betrieben wird“, sagt Dr. Andreas Kinser, Leiter Natur und Artenschutz der Deutschen Wildtier Stiftung. „Bei allen Unterschieden haben die Betriebe dennoch eines gemein: Durch ein kluges Wildtiermanagement gelingt es ihnen, die Wildverteilung zu beeinflussen und dadurch forstliche Ziele zu erreichen“, so Kinser. Alle Betriebe schaffen gezielt alternative Nahrungsangebote, indem sie zum Beispiel forstlich unattraktive Baumarten akzeptieren. In der Pionierphase von Wäldern, die auch nach Stürmen oder Insektenbefall einsetzt, bietet die natürlich entstehende Vegetation aus Sträuchern und Weichholzarten ein unerschöpfliches Reservoir an Futterpflanzen für Rehe und Hirsche. Die Verjüngung der eigentlichen Hauptbaumarten wird so entlastet. Zäune sind in den vorgestellten Betrieben die Ausnahme, wenn zum Beispiel bisher sehr seltene Baumarten, etwa Esskastanien, künstlich in die Wälder eingebracht werden.

Die wildtierfreundlichen Betriebe unterstreichen auch, dass die Jagd eine zentrale Bedeutung für arten- und strukturreiche Waldbilder hat – genauso wie die Jagdruhe. Denn verjagte Tiere müssen einen Platz finden können, an dem sie sich aufhalten dürfen. „Wildruhezonen können Bereiche, in denen eine Verjüngung notwendig ist, ähnlich entlasten wie eine intensive Jagd“, sagt Andreas Kinser. Deshalb plädiert die Deutsche Wildtier Stiftung dafür, in jedem Revier auch jagdfreie Gebiete einzuhalten. Durch den Dreiklang aus Jagd, Jagdruhe und alternativem Nahrungsangebot kann es schließlich gelingen, arten- und strukturreiche Wälder wachsen zu lassen und Wildtieren gleichzeitig ihre natürlichen Verhaltensweisen zu ermöglichen.

Download

Die Veröffentlichung „Waldbilder aus Wildwäldern“ als PDF finden Sie hier.

Broschüre bestellen

Die Broschüre „Waldbilder aus Wildwäldern“ können Sie hier bestellen.

https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2023/03/beitragsbild_bstoecker_unterjoch_kl.jpg 281 500 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2023-03-20 15:10:402023-04-06 12:17:58Neue Broschüre „Waldbilder aus Wildwäldern“

Einladung zur Süddeutschen Rotwildtagung

8. März 2023/in Allgemein, Rotwildsymposium/von Andreas Kinser

Vor allem im Süden Deutschlands existieren seit den 1950iger Jahren sogenannte Rotwildbezirke. Außerhalb dieser Gebiete darf Rotwild per Gesetz nicht leben, wodurch vor allem der genetische Austausch zwischen den Populationen verhindert wird. Der Bayerische Jagdverband und der Landesjagdverband Baden-Württemberg laden nun gemeinsam zu einer Süddeutschen Rotwildtagung am 25. März 2023 nach Isny ins Allgäu ein.

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https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2023/03/sueddeutsche_rotwildtagung-1.jpg 276 490 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2023-03-08 11:17:232023-03-15 13:25:17Einladung zur Süddeutschen Rotwildtagung

Neues Rotwild-Managementkonzept in Bayern

27. Februar 2023/in Allgemein, Hegegemeinschaft, Unsere Positionen, Wald-Wild/von Andreas Kinser

In einigen Revieren des Forstbetriebs Hammelburg ist die Neuschäle mit fünf Prozent untragbar hoch. Doch anstatt einfach nur an der jagdlichen Stellschraube zu drehen, haben die Verantwortlichen vor Ort nun ein umfassendes Rotwild-Managementkonzept vorgestellt. Die Kernpunkte des Konzeptes sind Jagd, Jagdruhe und Lebensraumqualität.

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https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2016/03/Beitragsbild_Buchenfrühjahr_AKinser.jpg 321 575 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2023-02-27 10:50:092023-03-15 11:56:29Neues Rotwild-Managementkonzept in Bayern

Broschüre „Für den Rothirsch“ als Download

5. Januar 2023/in Allgemein/von Andreas Kinser

Die Broschüre „Für den Rothirsch“ enthält die nunmehr dritte Auflage des „Leitbild Rotwild“ und die Forderungen und Empfehlungen, die die Deutsche Wildtier Stiftung aus ihren bisherigen Rotwildsymposien abgeleitet hat. Ab sofort steht die 2. Auflage der Publikation zum Download zur Verfügung.

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https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2018/07/beitragsbild-fuer-den-rothirsch.jpg 353 626 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2023-01-05 09:00:282023-01-06 09:44:17Broschüre „Für den Rothirsch“ als Download

Film über tiergerechte Rotwildjagd auf Gut Klepelshagen

14. November 2022/in Allgemein, Unsere Positionen/von Andreas Kinser

Das Gut Klepelshagen ist für seine hör- und sichtbare Rotwildbrunft bekannt. Gleichzeitig verfolgt das Gut eine ambitionierte Jagdstrategie, durch die jährlich über 500 Stück Schalenwild erlegt werden. Die Jagdzeitschrift „unsere Jagd“ war zu Gast bei einer gemeinschaftlichen Kahlwildjagd und hat sich das Konzept der Deutschen Wildtier Stiftung für tiergerechte Jagd vor Ort angeschaut.

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https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2022/11/beitragsbild_martina-begander__6786_gut-klepelshagen.jpeg 253 450 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2022-11-14 16:53:382022-11-17 16:41:02Film über tiergerechte Rotwildjagd auf Gut Klepelshagen

Ausgezeichneter Dokumentarfilm über Rothirsche jetzt wieder in der Mediathek

20. Oktober 2022/in Allgemein/von Andreas Kinser

„Das geheime Leben der Rothirsche“ wirft einen eindrucksvollen Blick hinter die Kulissen der Brunftarena. Dem Tierfilmer Axel Gebauer ist jenseits von Dauerröhren und Geweihkampf ein Dokumentarfilm über die Faszination Rothirsch gelungen. 2021 wurde der Film mit dem Deutschen NaturfilmPreis ausgezeichnet.

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https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2021/02/beitragsbild_2020-10-05titelrothirsche-600x337_kl.jpg 252 448 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2022-10-20 08:00:452022-10-20 10:48:26Ausgezeichneter Dokumentarfilm über Rothirsche jetzt wieder in der Mediathek

Auch der BJV fordert Abschaffung der Rotwildgebiete in Bayern

17. Oktober 2022/in Allgemein/von Andreas Kinser

Während sich Wolf, Biber, Luchs & Co. in Bayern ihren Lebensraum selbst aussuchen können, gibt es für Rotwild sog. Rotwildgebiete. Auf 86 % der Landesfläche wird Rotwild nicht geduldet und muss per Gesetz rigoros abgeschossen werden. In einem neuen Imagefilm positioniert sich der Bayerische Jagdverband e.V. klar zum Thema Rotwild und die dramatische Situation um dessen Lebensraum in Bayern.

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https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2019/08/beitragsbild_cover_tb9rws_rotwildreduktion.jpg 446 792 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2022-10-17 13:51:512022-10-17 13:54:19Auch der BJV fordert Abschaffung der Rotwildgebiete in Bayern

Hirschkuh Hanna lernt fliegen

19. August 2022/in Allgemein, Kampagnen/von Andreas Kinser

Der Verein Wildes Bayern e.V. hat eine Petition zur Öffnung der Rotwildbezirke in Bayern und gegen das bestehende Abschussgebot außerhalb der Rotwildbezirke gestartet. Mit der Kampagne „Hirschkuh Hanna lernt fliegen“ will der Verein dem Rothirsch Flügel verleihen damit er sich über seine bisherigen Gebietsgrenzen ausbreiten kann. Denn Hanna und ihre Artgenossen wechseln gerade in Gebirgsregionen zwischen Sommerquartieren in den Hochlagen und den Winterquartieren in den Tallagen. Junge Hirsche wandern sogar mehrere Hundert Kilometer weit, um sich neuen Lebensraum zu suchen. Doch dieses natürliche Verhalten wird in Bayern durch die Eingrenzung auf sehr kleine Rotwildbezirke sowie fehlende Verbindungskorridore stark eingeschränkt. Durch die Isolation droht dem Rothirsch langfristig sogar die Ausrottung, wie jüngste Studien nachdrücklich belegen.

Zu der Petition des Vereins Wildes Bayern gelangen Sie hier.

Im Rahmen ihres 5. Rotwildsymposiums hat die Deutsche Wildtier Stiftung bereits 2010 mit ihrer Kampagne „Unfrei im Freistaat“ auf die Situation der isolierten Rotwildlebensräume in Bayern hingewiesen. In einem gleichnamigen Artikel in der Zeitschrift „Wild und Hund“ wies die Stiftung damals bereits auf die Tatsache hin, dass es durch die geltenden Regelungen in Bayern zu besonderen Missständen kommt: Zum Beispiel wird das Rotwild durch eine lange Kette von Kirrungen und Fütterungen aus dem tschechischen Böhmerwald in Gebiete gelockt, die nach dem bayerischen Jagdgesetz „rotwildfrei zu machen und zu halten“ sind. Hier werden dann Kahlwild und geringe Hirsche häufig geschont, um auf den Kronenhirsch zu warten, der anders als in anderen Ländern, in denen Rotwildbezirke noch heute existieren, in den sogenannten Rotwildfreigebieten erlegt werden darf. Am Ende der Jagdzeit werden dann viele dieser Fütterungen nicht mehr beschickt und das über die Grenze gelockte Rotwild geht in den offiziell rotwildfreien Wäldern zu Schaden.

Zu dem Artikel in der Wild und Hund 6/2011 gelangen Sie hier.

https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2022/08/beitragsbild_hirschkuh_hanna_kl.jpg 281 500 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2022-08-19 14:24:522022-08-22 09:31:41Hirschkuh Hanna lernt fliegen

Gespräche zur Weiterentwicklung der Rotwildgebiete in Baden-Württemberg

11. Juli 2022/in Allgemein, Kampagnen, RotwildForschung/von Andreas Kinser

Auf Initiative ihrer jagdpolitischen Sprecherin hat die CDU-Fraktion im Baden-Württembergischen Landtag zu einem Rotwild-Fachgespräch eingeladen. Dabei zeichneten sich erste Lösungen für eine bessere Vernetzung der wenigen Rotwildvorkommen in Baden-Württemberg ab.

Weiterlesen
https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/09/beitragsbild-verfressene-sau_graffiti_ohne-text.jpg 252 448 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2022-07-11 12:19:122022-07-11 12:26:42Gespräche zur Weiterentwicklung der Rotwildgebiete in Baden-Württemberg

Landesjagdverband Schleswig-Holstein fordert Wildquerungen zur Lebensraumvernetzung

5. Juli 2022/in Allgemein/von Andreas Kinser

Jäger und Wildbiologen haben in Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren regelmäßig verformte Unterkiefer und andere Fehlbildungen bei Rothirschen entdeckt. Die Deformationen sind erste äußerliche Anzeichen für eine voranschreitende Inzuchtdepression in den Rotwildbeständen Schleswig-Holsteins. Denn obwohl gerade aus Dänemark zur Zeit immer wieder Tiere einwandern, ist der Genpool keiner der Teilpopulationen im Land groß genug, um sich zukünftig an sich verändernde Umweltbedingungen anpassen könnten. Es wäre deshalb von entscheidender Bedeutung, dass es immer wieder zur Abwanderung einzelner Tiere in andere Teilpopulationen kommt. Leider enden diese Wanderungen allzu oft an Autobahnen, Eisenbahnstrecken oder den Spundwänden künstlicher Wasserstraßen. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein fordert daher den Bau von Wildquerungen, damit sich die Populationen wieder vernetzen können.

Ein wesentlicher Grund für die Situation des Rotwildes in Schleswig-Holstein liegt auch in seiner Geschichte. Die Art wurde nach der Reform des Jagdrechts Mitte des 19. Jahrhunderts weitestgehend ausgerottet – eine Analyse von H.-A. Hewicker kam zu dem Ergebnis, dass es 1869 nur noch 50 bis 60 Stück Rotwild in Schleswig-Holstein gab. Diese Tiere sind mit Ausnahme der Population im Duvenstedter Brook die Urahnen aller heute lebenden Individuen. Die Masse des Rotwildes, dass heute durch Schleswig-Holstein zieht, ist daher sehr eng miteinander verwandt.

Einen ausführlichen Artikel des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein zur Notwendigkeit von Wildquerungen finden Sie hier.

https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2022/07/beitragsbild_hewicker_inzucht_rothirsch.jpg 254 450 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2022-07-05 14:27:472022-07-05 14:53:52Landesjagdverband Schleswig-Holstein fordert Wildquerungen zur Lebensraumvernetzung
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