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12. Rotwildsymposium: Rothirsch-Lebensräume vernetzen und biologische Vielfalt stärken

30. Juni 2026/in Allgemein, Rotwildsymposium/von Andreas Kinser

Das Tier des Jahres 2026, der Rothirsch, lebt auf etwa 25 Prozent der Fläche Deutschlands – Rehe und Wildschweine kommen dagegen auf fast der gesamten Bundesfläche vor. Der Grund für die deutlich geringere Verbreitung sind dabei nicht die speziellen Lebensraumbedürfnisse des Rothirschs, sondern Gesetze und Verordnungen. Sie legen vor allem in den südlichen Bundesländern sogenannte Rotwildbezirke fest. Ausschließlich dort wird der Rothirsch geduldet. Die Folgen dieser Politik und Lösungsvorschläge wurden auf dem 12. Rotwildsymposium in Hamburg diskutiert.

„Reviere außerhalb der Rotwildbezirke sind rotwildfrei zu machen und zu halten“, heißt es zum Beispiel in der Ausführungsverordnung des Bayerischen Jagdgesetzes. In Bayern darf der Rothirsch nur auf auf 14 Prozent der Landesfläche leben. Das Ergebnis dieser rückwärtsgewandten Politik hat jüngst eine Studie der TU München belegt: Die Rothirsch-Vorkommen im Landesinneren Bayerns zeigen bereits deutliche Anzeichen genetischer Verarmung und Inzucht.

Die Deutsche Wildtier Stiftung fordert nun neue Trittstein-Vorkommen für den Rothirsch – das ist ein Ergebnis des 12. Rotwildsymposiums, das wir Mitte Juni 2026 in Hamburg ausgerichtet haben. Neben Grünbrücken und Wanderkorridoren braucht es neue Vorkommen, um die bestehenden Rothirsch-Lebensräume besser miteinander zu vernetzen. Schon kleine Trittstein-Vorkommen – etwa auf Liegenschaften der öffentlichen Hand – könnten den genetischen Austausch zwischen den Teilpopulationen sichern und damit den langfristigen Bestand der Art in Deutschland stärken.

Bei den Referentinnen und Referenten des Rotwildsymposiums herrschte Einigkeit darüber, dass Rothirsche eine große Bedeutung für viele Prozesse des Ökosystems haben. Zum Beispiel verbreiten die Tiere Pflanzensamen über viele Kilometer und dienen selbst unzähligen anderen Tierarten als Nahrung – vom Aaskäfer bis zum Wolf. Doch statt die ökologischen Funktionen des Rothirschs anzuerkennen, sehen viele Landnutzer von Wald und Flur oft nur das Risiko von Wildschäden durch einen großen Pflanzenfresser. Deshalb ist die Verbreitung der Art in Deutschland so stark eingeschränkt, obwohl ausreichend potenzielle Lebensräume vorhanden wären. Der Mensch muss nur zulassen, dass der Rothirsch sie wieder besiedeln darf.

Die Referentinnen und Referenten des 12. Rotwildsymposiums (v. l. n. r.): Christiane Röttger, Jana Planek (Naturschutzstiftung David, KlimaWildnisZentrale), Marcus Meißner (Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein), Dr. Friederike Riesch (Georg-August-Universität Göttingen), Jörg-Andreas Krüger (NABU-Bundesverband), Rüdiger Nebelsieck (PNT Partner Rechtsanwälte), Prof. Dr. Dr. habil. Sven Herzog (TU Dresden), Sarah Schweizer (MdL Baden-Württemberg), Prof. Dr. Klaus Hackländer (Deutsche Wildtier Stiftung, BOKU University Wien), Prof. Dr. Dr. habil. Gerald Reiner (Justus-Liebig-Universität Gießen), Dr. Andreas Kinser (Deutsche Wildtier Stiftung). Nicht im Bild sind Dr. Christian von Hoermann (Julius-Maximilians-Universität Würzburg) und Hendrik Bluhm (Humboldt-Universität zu Berlin). Foto: Sven Wied

Das 12. Rotwildsymposium fand vom 18. bis zum 20. Juni in unserer Botschaft der Wildtiere in der Hamburger HafenCity statt. Zu Gast waren 150 Fachleute aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Justiz, Jagd und Großschutzgebiete. Den Abschluss der Tagung bildete eine Exkursion in die Projektregion „MoorRotwildnis“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in der Eider-Treene-Sorge-Niederung.

Bildgalerie vom 12. Rotwildsymposium

Das 12. Rotwildsymposium wurde unterstützt von Frankonia und der Bethmann Bank. Die Getränke für die Veranstaltung hat Vilsa zur Verfügung gestellt. Den Sponsoren gilt unser herzlicher Dank.

https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2026/06/beitragsbildgruppenbild_12rwssven-riepe.jpg 251 448 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2026-06-30 15:42:032026-07-02 14:09:5212. Rotwildsymposium: Rothirsch-Lebensräume vernetzen und biologische Vielfalt stärken

Neue Lebensräume für den Rothirsch: Einladung zum 12. Rotwildsymposium in Hamburg

5. Mai 2026/in Allgemein, Rotwildsymposium/von Andreas Kinser

Das 12. Rotwildsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung wird vom 18. bis 20. Juni 2026 in Hamburg stattfinden wird. Inhaltlich wollen wir uns in diesem Jahr dem Thema „Neue Lebensräume für den Rothirsch“ widmen. Denn um die bestehenden Vorkommen zu vernetzen und die aus genetischer Sicht so wichtige effektive Populationsgröße rasch erhöhen zu können, reichen Grünbrücken und Wanderkorridore nicht aus. Es braucht dafür unbedingt auch neue Lebensräume, die als Trittsteine zwischen den bestehenden Vorkommen dienen. Das 12. Rotwildsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung soll dabei helfen, dem Rothirsch den Weg in neue Lebensräume zu ebnen. Nach Vorträgen über die ökologische Funktion von Hirschen zum Beispiel durch Zoochorie, als Wolfsbeute oder mit Blick auf Kadaverökologie blicken wir auf die Herausforderungen der fehlenden Populations-Netzwerke. Anschließend wollen wir den Gedanken neuer Trittstein-Populationen zulassen und in einer Podiumsdiskussion vertiefen.

Das Programm des 12. Rotwildsymposiums finden Sie hier.

Veranstaltungsort des 12. Rotwildsymposiums ist erstmalig die „Botschaft der Wildtiere“ in Hamburg. Als Übernachtungsmöglichkeit empfehlen wir das JUFA Hamburg HafenCity oder das Holiday Inn Hamburg – HafenCity

Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen. Bitte melden Sie sich bis zum 7. Juni 2026 an unter: www.DeutscheWildtierStiftung.de/Registrierung

 

https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2026/05/einladung-rotwildsymposium-2026_istock-ysbrandcosijn_v2-e1777977523308.jpg 251 448 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2026-05-05 12:34:482026-06-29 17:02:30Neue Lebensräume für den Rothirsch: Einladung zum 12. Rotwildsymposium in Hamburg

11. Rotwildsymposium: Naturnahe Lebensräume beugen Nahrungsengpässen vor

31. Mai 2024/in Allgemein, Rotwildsymposium/von Andreas Kinser

Zum Leben vieler Wildtierarten gehören auch Zeiten mit Nahrungsengpässen. Rothirsche haben in der Evolution unterschiedliche Strategien entwickelt, um diese Notzeiten zu überwinden. In unserer dicht besiedelten Kulturlandschaft funktionieren viele dieser Verhaltensweisen wegen mangelnder Lebensraumqualität oder Störungen durch Menschen jedoch nicht. Die Deutsche Wildtier Stiftung hat auf ihrem 11. Rotwildsymposium, dass sie vom 23. bis 25. Mai gemeinsam mit dem Tiroler Jägerverband in der Nähe von Innsbruck veranstaltet hat, Strategien zur Überwindung von Notzeiten vorschlagen. 

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https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2024/05/beitragsbild_-81_gruppenbild-11-rotwildsymposium_diefotografen-1030x687-1.jpg 252 448 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2024-05-31 10:00:182024-05-31 13:33:0011. Rotwildsymposium: Naturnahe Lebensräume beugen Nahrungsengpässen vor

Einladung zum 11. Rotwildsymposium in Tirol

20. Februar 2024/in Allgemein, Rotwildsymposium/von Andreas Kinser

Das 11. Rotwildsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung wird in diesem Jahr gemeinsam mit dem Tiroler Jägerverband ausgerichtet. Es findet vom 23. bis 25. Mai 2024 im Reschenhof in Tirol statt.

Inhaltlich werden wir uns in diesem Jahr den verschiedenen Strategien zur Überwindung von Notzeiten widmen. Wir werfen nicht nur einen Blick auf die biologischen Strategien des Rothirschs zur Überwindung von Notzeiten, sondern auch auf die tatsächlichen Lebensbedingungen, die in vielen Rotwild-Lebensräumen herrschen. Auf diesen Grundlagen aufbauend werden wir Strategien zur Überwindung von Notzeiten im Winter wie auch möglicherweise im Sommer vorschlagen. Eine Exkursion in ein Hochgebirgsrevier wird am 25. Mai das 11. Rotwildsymposium abschließen.

Das vollständige Programm des 11. Rotwildsymposiums finden Sie hier.

Programm des 11. Rotwildsymposiums

Anmeldung

Bitte melden Sie bis zum 13. Mai 2024 Ihre Teilnahme unter www.DeutscheWildtierStiftung.de/registrierung an.

Zimmerreservierungen können bis zum 22. April 2024 unter dem Stichwort „Rotwildsymposium“ per Mail unter office@reschenhof.at oder telefonisch unter +43 5223 58600 erfolgen.

Teilnahmegebühr

Tagung, Tagungsband, Get-together und Dinner: 150 Euro
Tagung, Tagungsband, Get-together oder Dinner: 125 Euro
Tagung und Tagungsband: 100 Euro
Studenten und Auszubildende 50 % Ermäßigung

Bitte überweisen Sie den Betrag bis zum 13. Mai 2024 an:
Deutsche Wildtier Stiftung
DE24 2005 0550 1002 2515 18
BIC: HASPDEHHXXX
Verwendungszweck: „IHR NAME – Rotwildsymposium 2024“

Posterausstellung

Alle Rotwildprojekte in Deutschland sind herzlich eingeladen, ein Poster über ihr Projekt auf dem Rotwildsymposium zu präsentieren. Bitte melden Sie Ihr Poster bis zum 13. Mai 2024 bei der Deutschen Wildtier Stiftung an.

Veranstaltungsort und Hotelempfehlung

Der Reschenhof
Bundesstraße 7
6068 Mils, Österreich
Telefon: 0043-5223/5860-0

Zimmerreservierungen können bis zum 22. April 2024 unter dem Stichwort „Rotwildsymposium“ per Mail unter office@reschenhof.at oder telefonisch unter +43 5223 58600 erfolgen.

Einzelzimmer ab 88 Euro/ Doppelzimmer ab 158 Euro pro Nacht und inkl. Frühstück und Parkplatz.

 

Das 11. Rotwildsymposium wird unterstützt von

 

https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2024/02/beitragsbild_reschenhof2-e1712307620597.jpg 242 430 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2024-02-20 09:49:552024-04-05 13:28:01Einladung zum 11. Rotwildsymposium in Tirol

Rothirsch-Webinar der Deutschen Wildtier Stiftung

20. September 2023/in Rotwildsymposium, Tierschutz bei der Rotwildjagd, Unsere Positionen/von Julia Gniech

In ihrem 3. Wildtier-Webinar widmete sich die Deutsche Wildtier Stiftung dem Rothirsch. Dr. Andreas Kinser berichtete über die Lebensweise der Rothirsche und erklärte, welchen Risiken sie in unserem Land ausgesetzt sind. Er sprach über die Herausforderungen, die die Koexistenz von Menschen und großen Pflanzenfressern mit sich bringt und machte Lösungsvorschläge, wie die Konflikte zwischen verschiedenen Interessensgruppen gelöst werden können. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Jagd, Jagdruhe und geeignete Lebensräume.

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https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2023/09/webinar_mtetzlaff2.png 282 500 Julia Gniech https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Julia Gniech2023-09-20 16:55:322023-09-21 16:54:42Rothirsch-Webinar der Deutschen Wildtier Stiftung

Einladung zur Süddeutschen Rotwildtagung

8. März 2023/in Allgemein, Rotwildsymposium/von Andreas Kinser

Vor allem im Süden Deutschlands existieren seit den 1950iger Jahren sogenannte Rotwildbezirke. Außerhalb dieser Gebiete darf Rotwild per Gesetz nicht leben, wodurch vor allem der genetische Austausch zwischen den Populationen verhindert wird. Der Bayerische Jagdverband und der Landesjagdverband Baden-Württemberg laden nun gemeinsam zu einer Süddeutschen Rotwildtagung am 25. März 2023 nach Isny ins Allgäu ein.

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https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2023/03/sueddeutsche_rotwildtagung-1.jpg 276 490 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2023-03-08 11:17:232023-03-15 13:25:17Einladung zur Süddeutschen Rotwildtagung

Deutsche Wildtier Stiftung fordert, die Jagd auf den Rothirsch tiergerecht auszuüben

23. Mai 2022/in Allgemein, Rotwildsymposium, Tierschutz bei der Rotwildjagd/von Andreas Kinser

Hamburg, 23. Mai 2022. Auf Initiative ihres 2014 verstorbenen Stifters Haymo G. Rethwisch fand vor genau zwanzig Jahren das 1. Rotwildsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung im Bundeslandwirtschaftsministerium in Bonn statt. Nun lud die Stiftung zu ihrem 10. Rotwildsymposium nach Berlin ein. Die Veranstaltung mit mehr als 150 Teilnehmern, darunter Spitzenvertreter aus Politik, Behörden, Naturschutzverbänden, Jagd sowie Land- und Forstwirtschaft, ging am Wochenende im Berliner Allianz-Forum am Brandenburger Tor erfolgreich zu Ende. Im Mittelpunkt der Veranstaltung: ein fairer und tiergerecht gestalteter Umgang mit dem Rothirsch.

„Schon immer stand der Rothirsch im Kreuzfeuer verschiedensten Interessen“, sagt Prof. Dr. Klaus Hackländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Wildtier Stiftung. Jäger erfreuen sich an seinem Anblick, Artenschützer sorgen sich um seinen Lebensraum und Förster haben Angst um junge Bäume, die der Hirsch gerne verbeißt. Beim Rückblick auf die Rotwildarbeit der vergangenen 20 Jahre standen die Konflikte zwischen den unterschiedlichen Akteuren wieder im Vordergrund. „Die Rolle der Deutschen Wildtier Stiftung ist es, in diesen Konflikten die Stimme des Rothirsches zu vertreten“, so Wildtierbiologe Hackländer. „Wir setzen uns dabei besonders für eine tiergerecht ausgeübte Jagd ein, die der überlebenden Population arttypische Verhaltensweisen ermöglicht.“

Bei den vorangegangenen neun Rotwildsymposien hat die Deutsche Wildtier Stiftung jagdpolitische und -praktische Themen wie tiergerecht ausgeübte Jagdstrategien, die Jagd in Großschutzgebieten, Hegegemeinschaften oder die in einigen Bundesländern noch immer behördlich verordneten Rotwildbezirke in den Mittelpunkt der Diskussion gestellt. Auf ihrem diesjährigen Symposium hat sie nun ein Zwischenfazit dieser Arbeit gezogen: Immerhin vier Bundesländer haben seit dem ersten Rotwildsymposium im Jahr 2002 formal die Rotwildbezirke abgeschafft. Tiergerechte Jagdstrategien wie Wildruhezonen und kurze Jagdzeiten haben vielerorts Einzug in die jagdliche Praxis gehalten. Doch die Herausforderungen sind auch für die Zukunft groß. Ein drängendes Beispiel ist der immer offensichtlicher werdende Verlust genetischer Variation in den verinselten Rotwildpopulationen. „Es müssen Querungshilfen, beispielsweise über Autobahnen, gebaut werden und die behördlichen Vorgaben zur Rotwildverbreitung müssen in allen Bundesländern endlich abgeschafft werden“, so Dr. Andreas Kinser, der das jagdpolitische Engagement der Stiftung seit vielen Jahren organisiert. Ein dringend notwendiger erster Schritt wäre, allen männlichen Tieren die Wanderung zwischen den Populationen zu erlauben, damit sie ihre Gene weitertragen können. Doch auch der Tierschutz bei der Rotwildjagd wird die Stiftung weiterhin beschäftigen: „Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir Strategien entwickeln, die das Verwaisen von Rotwildkälbern durch die Jagd ausschließen“, formuliert Kinser die zukünftige Agenda der Deutschen Wildtier Stiftung in Sachen Rothirsch.

https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2022/05/beitragsbild_10rws_korte4.jpg 258 457 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2022-05-23 15:36:062022-05-23 15:58:11Deutsche Wildtier Stiftung fordert, die Jagd auf den Rothirsch tiergerecht auszuüben

Einladung zum 10. Rotwildsymposium

21. März 2022/in Allgemein, Rotwildsymposium/von Andreas Kinser

Vor genau 20 Jahren fand das 1. Rotwildsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung in den Räumlichkeiten des damaligen Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft in Bonn statt. Nun lädt die Stiftung zu ihrem 10. Rotwildsymposium am 19. und 20. Mai 2022 in Berlin ein.

Das Programm und alle weiteren Tagungsinformationen finden Sie hier.

Bitte melden Sie sich dazu unter www.DeutscheWildtierStiftung.de/Registrierung an. Anmeldeschluss ist der 9. Mai 2022.

Die Rotwildsymposien der Deutschen Wildtier Stiftung haben sich seit 2002 zu einer zentralen Plattform für die Diskussion rund um den Rothirsch und andere Huftierarten entwickelt. Unsere Themen waren dabei u.a. Strategien für eine tiergerechte Jagd, der Umgang mit dem Rothirsch in Großschutzgebieten oder die tierschutzgerechte Reduktion großer Populationen. Bis zu 250 Teilnehmer aus Praxis, Wissenschaft, Behörden und Politik haben an dem Symposium teilgenommen. Mit unserem 10. Rotwildsymposium wollen wir einen Blick auf die vergangenen 20 Jahre werfen und Kurs in die Zukunft nehmen.

Das 10. Rotwildsymposium wird am Abend des 19. Mai mit einem Get-together im Zollpackhof am Bundeskanzleramt starten. Die eigentliche Tagung findet am 20. Mai im Allianz Forum direkt am Brandenburger Tor statt. Ein feierliches Abendessen in der Reichstagskuppel wird das Symposium abschließen.

Veranstaltungsorte

Get-together am Bundeskanzleramt
Zollpackhof, Remise
Elisabeth Abegg Straße 1 • 10557 Berlin

Tagung am Brandenburger Tor
Deutsche Wildtier Stiftung
Allianz Forum • Pariser Platz 6 • 10117 Berlin

Dinner im Reichstag
Reichstag, Restaurant Käfer
Platz der Republik 1 • 11011 Berlin
(Besucherempfangszentrum an der Scheidemannstraße)

Hotel-Empfehlung

Steigenberger am Kanzleramt
Ella-Trebe Straße 5 • 10557 Berlin
Telefon 030 740 74 39 90
EZ 149 Euro/ DZ 169 Euro pro Nacht, inkl. Frühstück
Zimmer sind bis zum 20. April unter dem Stichwort „Rotwildsymposium“ buchbar.

Anmeldung

Bitte melden Sie sich bis zum 9. Mai 2022 unter www.DeutscheWildtierStiftung.de/Registrierung an.
Ihre Online-Registrierung ist aus Sicherheitsgründen und nach Auflagen des Deutschen Bundestages notwendig.
Die Veranstaltung wird nach der 2G-Plus-Regelung durchgeführt.

Teilnahmegebühr

Tagung, Get-together und Dinner: 200 Euro
Tagung, Get-together oder Dinner: 150 Euro

Bitte überweisen Sie den Betrag bis zum 10. Mai 2022 an:

Deutsche Wildtier Stiftung
!! ACHTUNG !! aktualisierte IBAN
IBAN: DE24 2005 0550 1002 2515 18
BIC: HASPDEHHXXX
Verwendungszweck: „IHR NAME – Rotwildsymposium 2022“

Posterausstellung

Alle Rotwildprojekte in Deutschland sind herzlich eingeladen, ein Poster über ihr Projekt auf dem Rotwildsymposium zu
präsentieren. Bitte melden Sie Ihr Poster bis zum 10. Mai 2022 bei der Deutschen Wildtier Stiftung an.

Organisation

Susanne Haumann, Dr. Andreas Kinser
S.Haumann@DeutscheWildtierStiftung.de
Telefon 040 970 78 69 – 0

 

https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2017/12/beitragsbild_btgweb-63wcglwv72b1m3l6t2sz_wmlayout_katrin-neuhauser.jpg 253 450 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2022-03-21 10:46:092022-03-23 16:26:19Einladung zum 10. Rotwildsymposium

Abgesagt – 10. Rotwildsymposium 2020

7. April 2020/in Rotwildsymposium/von Andreas Kinser

Das 10. Rotwildsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung, das vom 11. bis 13. Juni in Berlin stattfinden sollte, ist aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation abgesagt. Die Deutsche Wildtier Stiftung wird ihr 10. Rotwildsymposium nun im kommenden Jahr veranstalten.

Seit dem Jahr 2002 finden in einem zweijährigen Rhythmus die Rotwildsymposien der Deutschen Wildtier Stiftung statt. Sie behandeln aktuelle jagdpolitische oder -praktische Themen rund um Rot- und anderes Schalenwild. Im Mittelpunkt standen in den vergangenen Jahren die Themen Reduktionsprojekte, Wald und Wild, Hegegemeinschaften, Jagdethik und Rotwildbezirke. Tagungsorte für das in der Regel dreitägige Symposium waren u.a. das Bundeslandwirtschaftsministerium in Bonn, das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum in München oder das Kurhaus Casino in Baden-Baden. Die bisherigen neun Rotwildsymposien wurden von bis zu 250 Teilnehmern besucht.

Zielgruppe für die Veranstaltung sind Vertreter der Praxis und der Wissenschaft ebenso wie Meinungsbildner und Entscheidungsträger aus Politik, Ministerien und Verbänden in den Bereichen Jagd und Naturschutz sowie Land- und Forstwirtschaft. Ein besonderes Augenmerk wird auf Vertreter der Medien gelegt. Neben den Jagdmedien berichten allgemeine Presse, Rundfunk und Fernsehen regelmäßig über die Rotwildsymposien. Der im Anschluss an das Symposium erarbeitete umfangreiche Tagungsband dient als Dokumentation der Tagung und trägt die Inhalte der Rotwildsymposien weit über den Teilnehmerkreis hinaus.

Die Tagungsbände der vergangenen neun Rotwildsymposien finden Sie hier.

https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/04/beitragsbild_10rws_absage.jpg 221 393 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2020-04-07 09:00:112020-04-08 09:18:43Abgesagt – 10. Rotwildsymposium 2020

Tagungsband zur tierschutzgerechten Rotwildreduktion veröffentlicht

6. August 2019/in Allgemein, RotwildForschung, Rotwildsymposium, Unsere Positionen/von Andreas Kinser

Mit „Der Rothirsch in der Überzahl“ hat die Deutsche Wildtier Stiftung Anfang August ein Buch über die Rotwildreduktion unter Einhaltung des Tierschutzes veröffentlicht. Die Publikation dokumentiert die Vorträge und Diskussionen des 9. Rotwildsymposiums, das 2018 in Bad Driburg stattgefunden hat. Den 200 Seiten umfassenden Band erhalten Sie gegen eine Schutzgebühr in Höhe von 14,90 € inkl. Versandkosten unter Telefon 040 9707869-0 oder über unser Bestellformular.

In den über 25 Jahren ihres Bestehens hat die Deutsche Wildtier Stiftung kein Wort über die Dichte von Rotwildpopulationen verloren. Maßstab ihres Engagements war, ist und bleibt das Wohlbefinden der überlebenden Population. Und gerade deshalb war das Thema des 9. Rotwildsymposiums, die tierschutzgerechte Rotwildreduktion, geradezu ein Paradethema für die Deutsche Wildtier Stiftung. Denn Rotwildreduktion bedeutet sehr viel mehr als heiß geschossene Gewehrläufe! Es ist verantwortungslos, dass sich bisher weder Waldeigentümer- oder Forstverbände noch Natur- oder gar Tierschutzverbände mit den vielfältigen Herausforderungen bei der Reduktion von Rotwildpopulationen auseinandergesetzt haben.

Tagungsband Rotwildreduktion

Der Tagungsband des 9. Rotwildsymposiums zeigt Hintergründe der Populationsdynamik beim Rotwild sowie Voraussetzungen und Jagdstrategien, um Rotwildpopulationen tierschutzgerecht in einem begrenzten Zeitraum zu reduzieren. Dazu gehören weder verlängerte Jagdzeiten noch die Nachtjagd. Eine als Projekt und nicht als Dauerzustand begriffene Rotwildreduktion gelingt in kompetenten und durchsetzungsfähigen Hegegemeinschaften. Ihr wichtigstes Instrument ist die Spätsommerjagd zur Erlegung von Kalb-Alttier-Doubletten.  

 

Inhalt des Tagungsbandes

Bad Driburger Erklärung: Empfehlungen zur Reduktion von Rotwildbeständen unter Einhaltung des Tierschutzes

Grusswort (Prof. Dr. Fritz Vahrenholt; Alleinvorstand Der Deutschen Wildtier Stiftung)

Wieviel ist zu viel?

Nachhaltige Jagd oder tierschutzgerechte Reduktion? Der schmale Grat zwischen viel und zu viel (Hilmar Freiherr v. Münchhausen)

Wann ist „viel“ zu viel? Zur Bedeutung der Rotwilddichte im Rahmen eines zeitgemässen Managements (Sven Herzog)

Wieviel ist viel? Methoden und Ergebnisse moderner Schalenwilderfassung (Reinhild Gräber)

Faktoren der Populationsdynamik

Geschlechterverhältnis der Kälber – kein Zufall beim Rotwild (Sebastian G. Vetter & Walter Arnold)

Auswirkungen der Abschussstruktur auf die Populationsentwicklung beim Rotwild (Andreas Kinser, Benno Wölfing, Hilmar Freiherr V. Münchhausen, Reinhild Gräber & Ursula Siebert)

Vom Wissen zum Handeln: Praxiserfahrungen für eine tierschutzgerechte und erfolgreiche Rotwildreduktion

Der tierschutzgerechte Alttier-Abschuss: Schlüssel zur Reduktion (Fritz Völk & Josef Zandl)

Tierschutzgerechte Alttierbejagung auf Bewegungsjagden: Bestandsaufnahme des Gesäugestatus erlegter Alttiere (Olaf Simon & Johannes Lang)

Jagdliche Infrastruktur und jagdlicher Verzicht: Schlüssel für eine effektive Einzeljagd (Burkhard Stöcker)

Erfolgreiche und tierschutzgerechte Rotwildreduktion im Südschwarzwald (Hubert Kapp)

Einfluss auf die Bestandsdynamik beim Rotwild in der Hegegemeinschaft Rothemühl (Michael Hock)

Konflikte und Lösungswege im Rotwildverbreitungsgebiet „Senne-Teutoburger Wald-Egge“ (Michael Petrak, Martin Müller & Alexander Klug)

Die tierschutzgerechte Rotwildreduktion aus Sicht…

…der Jagdverbände (Gundolf Bartmann)

…der Grundeigentümer (Clemens Freiherr v. Oer)

wissenschaftliche Kurzbeiträge

40 Jahre Rothirschmarkierung und -besenderung als Grundlage für das Management (Flurin Filli & Hannes Jenny)

Telemetrische Untersuchungen zur Interaktion von Alttier und Kalb beim Rotwild – eine individual-basierte Pilotstudie (Ulf Hettich & Ulf Hohmann)

Alte Hirsche – wie viele sollten es sein? (Dieter Holodynski)

Praxisbeispiele zur Anwendung der Scheinwerfertaxation aus drei unterschiedlichen Rotwildlebensräumen und Bundesländern (Karsten Hupe & Olaf Simon)

Beweidung mit wildlebenden Rothirschen: Auswirkung der Nahrungsqualität auf die Raumnutzung (Laura Richter, Christoph Raab, Friederike Riesch, Johannes Signer, Bettina Tonn, Marcus Meissner, Horst Reinecke, Sven Herzog, Johannes Isselstein & Niko Balkenhol)

Beweidung mit wildlebenden Rothirschen: Effektives Management zum Erhalt von FFH-Grünland? (Friederike Riesch, Bettina Tonn, Christoph Raab, Laura Richter, Johannes Signer, Horst Reinecke, Marcus Meißner, Sven Herzog, Niko Balkenhol & Johannes Isselstein)

Wildbestandserfassung als Aufgabe und Basis für die Arbeit von Hegegemeinschaften – Beispiele aus der Praxis (Olaf Simon, Johannes Lang & Karsten Hupe)

https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2019/08/beitragsbild_cover_tb9rws_rotwildreduktion.jpg 446 792 Andreas Kinser https://www.rothirsch.org/wp-content/uploads/2020/01/dewist_logo_2017-300x300-1.gif Andreas Kinser2019-08-06 11:49:322026-05-22 17:18:36Tagungsband zur tierschutzgerechten Rotwildreduktion veröffentlicht
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Seiten

  • 1. Rotwildsymposium (2002): Rote Liste
  • 10. Rotwildsymposium (2022): 20 Jahre die Stimme des Rothirschs
  • 11.Rotwildsymposium (2024): Strategien zur Überwindung von Notzeiten
  • 2. Rotwildsymposium (2004): Leitbild Rotwild
  • 3. Rotwildsymposium (2006): Rotwildbezirke
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