Wissenswertes rund um den Rothirsch


„Rothirsch“ ist die Artbezeichung und meint alle Tiere dieser Art. Der wissenschaftliche Artname lautet Cervus elaphus. Den männlichen Rothirsch nennt man „Hirsch“, das weibliche Tier wird "Rottier" oder  „Hirschkuh“ genannt, die Jungtiere sind die „Hirschkälber“. Rothirsch und Reh haben nichts miteinander zu tun, sie sind in etwa so entfernt miteinander verwandt wie Gans und Ente.

Der Rothirsch ist ein großes, kräftig gebautes Tier auf hohen Läufen mit gestreckter Rückenlinie und eleganter, weit ausgreifender Gangart.

Die Hirsche sind deutlich größer als die weiblichen Tiere, mit einem Gewicht bis etwa 260 kg und einer Schulterhöhe von 120 bis 150 cm.

Die weiblichen Tiere wiegen bis 150 kg und werden 110 bis 120 cm
hoch. Das Geburtsgewicht liegt bei 8 kg.

Im Sommer (Mai/Juni bis September) sind die Tiere rotbraun, häufig mit einem schwarzen Aalstrich auf dem Rücken. Zwei Drittel des Jahres (Oktober bis Mai) sind sie graubraun. Zu allen Zeiten haben sie einen gelblich-weißen „Spiegel“ am Körperende. Die Kälber werden mit weißen Flecken geboren, die sich im September verlieren.
     

Rotwild kann 20 Jahre alt werden. Im besten Alter sind die Tiere mit sechs bis zehn Jahren. Nur die männlichen Hirsche tragen große, mehr als 1 m lange Geweihe, die sich reich verzweigen können. 12 bis 16 solche „Enden“ sind für einen ausgewachsenen, d. h. acht- bis zwölfjährigen Hirsch normal. 

Zeit des Testosterons!

Die Rotwildbrunft findet in Deutschland meist zwischen den ersten Septembertagen bis etwa Mitte Oktober statt. Als Faustregel gilt: je weiter im Süden und je höher das Rotwild-Revier, desto später beginnt die Brunft. Lesen Sie hier alles über die Brunft der Rothirsche und erfahren Sie, wo Sie heute noch dieses eindrucksvolle Schauspiel erleben können.
Brunft

Der Rothirsch ist nicht der Mann vom Reh!

Wissenschaftliche Daten und Fakten unter anderem zur Biologie, Verhalten, Verbreitung des Rothirsches finden sie hier.
Erscheinung & Verhalten

Rotwildverbreitung in Deutschland

Rotwild wird in den meisten Bundesländern nur in staatlich ausgewiesenen Rotwildgebieten geduldet. Lediglich in fünf Bundesländern unterliegt Rotwild außerhalb seiner verbliebenen Verbreitungsgebiete keinem Abschussgebot. Die im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung von Ulrich Wotschikowsky und Monika Kern erstellte Karte zur "Rotwildverbreitung in Deutschland" verdeutlicht die Isolation vieler Populationen.
Rotwildverbreitung

Mythen & Sagen

Der Rothirsch hat, wie viele andere Tierarten auch, seinen Platz in der Mystik und Mythologie der Völker. Unsere Vorfahren sahen im regelmäßigen Abwerfen und in der jährlichen Neubildung der Geweihstangen ein Abbild der natürlichen Zyklen aus Werden und Vergehen, aus Licht und Dunkelheit. So wurde der Hirsch zu einem Sonnen-, Fruchtbarkeits- und Glückssymbol.
Mythen & Sagen

Partner

  • Deutsche Wildtier Stiftung
  • Vauna
  • NABU
  • TU Dresden

Konzeption Südschwarzwald

Das Rotwildgebiet Südschwarzwald ist eines der fünf in Baden-Württemberg ausgewiesenen Rotwildgebiete. Seit Juni 2005 arbeitete eine Projektgruppe unter der fachlichen Lenkung durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) an einer großräumigen Konzeption für das Rotwildgebiet Südschwarzwald. Als Ergebnis liegt ein Management-Konzept vor, das den Lebensraum-Ansprüchen des Rotwilds, aber auch den Interessen der Landnutzer Rechnung tragen soll. Konzeption Südschwarzwald