Wussten Sie schon ... ?
Das rot-braune Sommerfell gab dem Rothirsch seinen Namen. ImWinter wechselt die Farbe zu einem unauffälligen grau-braun. Ein
ausgewachsener Rothirsch kann bis zu 250 Kilogramm wiegen und
mehr als 15 Jahre alt werden. Der Rothirsch ist das größte heimische
Wildtier in Deutschland.
Rothirsche reagieren auf kleinste Bewegungen. Die Augen der Hirsche
stehen seitlich und können so einen weiten Umkreis überblicken.
Die Tiere haben ein gutes Gehör und können die Ohren unabhängig voneinander in unterschiedliche Richtungen drehen. Droht von
bestimmten Geräuschen über längere Zeit keine Gefahr, gewöhnen
sie sich daran. Rothirsche können Gefahrenquellen unterscheiden:
Während sie auf Truppenübungsplätzen den Schießbetrieb oft bald
tolerieren, erkennen sie die Gefahr bei Schüssen durch die Jagd sofort
und flüchten.

Rothirsche haben einen ausgeprägten Geruchssinn: Sie suchen Ruheplätze nach der Windrichtung aus, um Feinde sofort zu wittern. Der Geruch spielt auch bei Kälbern gleich nach der Geburt eine wichtige Rolle bei der Mutter-Kalb-Beziehung.
Ausgewachsene Rothirsche haben einen großen Nahrungsbedarf und
fressen bis zu zwanzig Kilogramm Pflanzenmaterial – am Tag. Die Tiere
können als Wiederkäuer Baumrinde und Gras genauso gut verdauen
wie Kräuter und Moose, Knospen und Kastanien. Aber sie fressen auch
Ackerfrüchte wie Kartoffel und Rüben.
Rotwild kann 20 Jahre alt werden. Im besten Alter sind die Tiere mit sechs bis zehn Jahren. Nur die männlichen Hirsche tragen große, mehr als 1 m lange Geweihe, die sich reich verzweigen können. 12 bis 16 solche „Enden“ sind für einen ausgewachsenen, d. h. acht- bis zwölfjährigen Hirsch normal.








