Evolution

Der Hirsch, der aus der Kälte kam


Irischer Riesenhirsch aus dem Pliozaen
Die unmittelbaren Vorfahren der Gattung Cervus traten erstmals in Südasien auf und entwickelten sich vor etwa 400.000 Jahren in der waldarmen Kältesteppe Mittelasiens. Von dort breiteten sie sich in westlicher und nordwestlicher Richtung aus und besiedelten Europa.

In einer zweiten Ausbreitungswelle erreichte Cervus Sibirien und über die Beringstraße sogar Nordamerika. Die Beringstraße war damals eine Landbrücke, entstanden durch  mit der Vereisung in großem Umfang gebundenes Wasser. In den verschiedenen geografischen Regionen entwickelten sich im Laufe der Jahrtausende eigene Unterarten, darunter der Maral (im Tien-Shan und im Altai) und der Isubra-Hirsch. In Amerika trat erstmalig der Wapiti (Cervus elaphus canadensis), in Europa der Rothirsch (Cervus elaphus hippelaphus) auf. Auch den ostasiatischen Sikahirsch, den wir in verschiedenen Zoologischen Gärten und in einigen Regionen Deutschlands (vom Menschen angesiedelt) auch in freier Wildbahn antreffen können, halten heute verschiedene Wissenschaftler für eine Unterart des Rothirsches.
Die zahlreichen Unterarten unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht - im Erscheinungsbild, im Verhalten, in der Geweihausbildung und in den Lautäußerungen bei der Brunft. Fast allen anderen Unterarten gegenüber hat der Europäische Rothirsch zwei Merkmale aufzuweisen, die nur ihm eigen sind: Sein Geweih endet normaler Weise in einer Krone, und sein Brunftschrei ist ein dröhnendes Röhren.
Den europäischen Rothirsch gibt es heute auch in Neuseeland und Südamerika. Dort wurde er aber erst in jüngster Zeit durch den Menschen eingeführt.



Ulrich Wotschikowsky
   

Das Steppentier

In der Steppe gibt es eines im Überfluss: Gras. Und so ernährt sich Rotwild vorzugsweise von Gräsern und Kräutern und ist relativ anspruchslos in der Nahrungswahl.
Das Steppentier

Grandeln statt Geweih

Lange bevor der Mensch die Erde bev�lkerte, hatten die Vorfahren unserer Hirsche noch keine Geweihe, um zu drohen, daf�r besa�en jedoch Weibchen wie M�nnchen lange, scharfe Eckz�hne.
Grandeln statt Geweih

Partner

  • Deutsche Wildtier Stiftung
  • Vauna
  • TU Dresden