Projekte


Immer häufiger rückt Rotwild heute in den Fokus wildbiologischer Forschung. Seien es Untersuchungen zur genetischen Variationen von Teilpopulationen oder zum Wanderverhalten telemetrierter Tiere, alle zeigen uns eines: Rotwild ist IN!

Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen Projekte vor, in deren Mittelpunkt der Rothirsch und seine Lebensräume stehen. Neben wissenschaftlichen Projekten geht es dabei auch um neue Wege ihres Managements, also um die Art und Weise des Umgangs mit unserem größten heimischen Säugetier.

Wenn Sie selbst ein solches Projekt betreiben, nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf.
 

Schäle und Umweltfaktoren

Durch Rotwild (Cervus elaphus) verursachte Schälschäden an Wirtschaftsbaumarten führen zu ökonomischen Verlusten in der Forstwirtschaft. Ziel der Untersuchung, die von der Abteilung Forstzoologie und Waldschutz des Büsgen-Instituts der Uni Göttingen durchgeführt werden, ist die Klärung der Beziehungen verschiedener Umweltfaktoren zur jährlichen Neuschäle. Die Untersuchungsergebnisse sollen Entscheidungshilfen zur Minderung der Schäle bieten.
Schäle und Umweltfaktoren

Sicherung genetischer Diversität beim Rothirsch

Schleswig-Holstein bietet dem Rothirsch eine Landschaft, die regional seinen biologischen Bedürfnissen optimal entspricht.

Habitatzerschneidung durch Verkehrswege und Störung durch den Menschen begrenzen jedoch den verfügbaren Lebensraum und drängen den Rothirsch in inselartige Refugien. Ihm wieder mehr Freiraum zur Vernetzung getrennter Populationen zu bieten, ist das Ziel des hier vorgestellten Projektes.
BLE Schleswig-Hostein

Projekt Heidehirsch

Um die zu erwartenden Negativwirkungen der Landschaftszerschneidung im Großraum Gifhorn- Wolfsburg-Lüneburg zu minimieren, sollen anhand der telemetrischen Erkenntnisse hinsichtlich der großräumigen Wanderungsbewegungen des Rotwildes, effektive Vorschläge für die Trassenführung und Wildquerungshilfen (z.B. Grünbrücken) unterbreitet werden.
Projekt Heidehirsch

Telemetrieprojekte des Institutes für Wildbiologie Göttingen und Dresden e.V.

Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr stellt aufgrund der besonderen Rahmenbedingungen bundesweit eine Sondersituation für das Vorkommen von Rotwild dar. Lediglich die jagdlichen und die für das Wild zumeist berechenbaren Aktivitäten des Militärs beeinflussen die tageszeitliche Aktivität und Lebensraumnutzung. Das Projekt überprüft das Raumordnungs- bzw. Lenkungskonzeptes des Bundesforstbetriebes und soll zu einer Optimierung der Jagdstrategie beitragen.
Telemetrie Grafenwöhr

Rothirsch auf neuen Wegen?

In der nahrungsarmen Zeit von November bis April werden derzeit die Rothirsche im Nationalpark Bayerischer Wald in vier Wintergattern eingesperrt und gefüttert. Dies steht eigentlich im klaren Widerspruch zur Zielsetzung „Natur Natur sein lassen“. Bis 2010 wollte der Nationalpark Gespräche mit allen Interessengruppen führen, ob der derzeitige Umgang mit dem Rotwild diesen faszinierenden Tieren tatsächlich gerecht wird. Doch der Prozess ist ins Stocken geraten.
Bayerischer Wald

Der Edelhert vom Reichswald bis Meinweg

In einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sind die Chancen für die Rückkehr des Rotwilds in der Grenzregion am linken Niederrhein untersucht worden. An dieser Untersuchung beteiligten sich das Regionalforstamt Niederrhein, die Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung des Landes NRW, die niederländische Provinz Limburg und die niederländische Staatsforstverwaltung.

Habitatanalyse Niederrhein

Rotwildkonzeption Südschwarzwald

Das Rotwildgebiet Südschwarzwald ist eines der fünf in Baden-Württemberg ausgewiesenen Rotwildgebiete. Seit Juni 2005 arbeitete eine Projektgruppe unter der fachlichen Lenkung durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) an einer großräumigen Konzeption für das Rotwildgebiet Südschwarzwald. Als Ergebnis liegt ein Management-Konzept vor, das den Lebensraum-Ansprüchen des Rotwilds, aber auch den Interessen der Landnutzer Rechnung tragen soll.
Konzeption Südschwarzwald

Managementplan Rotwild Schleswig-Holstein

Das Institut für Wildbiologie und Jagdkunde der Universität Göttingen wurde vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Raume des Landes Schleswig-Holstein mit der Erstellung einer Lebensraumverbundanalyse für den Rothirsch als Indikatorart beauftragt. Den umfassenden Endbericht zu Lebensraumsituation, Lebensraumverbund und Management des Rothirsch in Schleswig-Holstein
finden Sie hier.

Managementplan Schleswig-Holstein

Partner

  • Deutsche Wildtier Stiftung
  • Vauna
  • TU Dresden

Monitoring in Niedersachsen

Als wandernde Tierart ist Rotwild besonders stark von der Zersiedelung und Zerschneidung unserer Landschaft betroffen. Ob sich dadurch bereits die genetischen Strukturen der Teilpopulationen unterscheiden wurde nun in einer gemeinsamen Studie der Deutschen Wildtier Stiftung und der TU Dresden untersucht. Gefördert wurden sie dabei durch Jagdforschungsmittel des Landes Niedersachsen. Monitoring in Niedersachsen