Anwendung von Satellitentelemetrie und GIS für die wildökologische Raumplanung bei Rotwild im nordostdeutschen Tiefland

Das Rotwild ist in unserer heutigen Kulturlandschaft stark in Bedrängnis geraten. Der Lebensraum ist durch Autobahnen und Siedlungen zerschnitten, die Populationen stehen kaum noch im Austausch miteinander. Die Landnutzung des Menschen stellt für den Großsäuger Rotwild ein weiteres Problem dar. Andererseits sind in manchen Gebieten die durch Rotwild verursachten Schäden für den örtlichen Wirtschafter nicht tragbar.

All diese Konflikte bewogen uns, für das Nordostdeutschen Tiefland das Raum-Zeit-Verhalten genauer zu untersuchen, um Grundlagen für Lösungsmodelle zu erarbeiten. Als Untersuchungsmethode wurde die Satellitentelemetrie gewählt, da sie gegenüber der terrestrischen Telemetrie entscheidende Vorteile aufweist. Dabei wird das amerikanische Satellitensystem genutzt (Global Positioning Systems, GPS). Die Tiere werden mit einem Halsband, in dem eine GPS-Einheit integriert ist, versehen. Damit ist es möglich, die Positionen der Tiere präzise zu erfassen - und gleichzeitig bei der Gewinnung der Daten das Rotwild in seinem arteigenen Verhalten nicht unbeabsichtigt zu beeinflussen. Unser Ziel ist es, innerhalb des angesetzten Projektzeitraumes von fünf Jahren acht weibliche und mehrere männliche Tiere unterschiedlichen Alters zu besendern.

Prof. Dr. Rieger, Dipl.Ing. Christine Pfeifle, Michael Mätzold

Fachhochschule Eberswalde: Fachbereich Forstwirtschaft,
Fachgebiet Wildbiologie und Jagdbetriebskunde


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